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Über die Webseite. Frage von Evgeny (Kanada) vom Forum www.chelas.org
05.12.2006 MEISTER HPB
Ich weiß, wie schwer ist es, ein Bahnbrecher zu sein. Ich kenne viele andere Webseiten, doch sie sind inhaltlos. Gewiss, es steht eine große Arbeit bevor. Meines Erachtens werden viele Menschen gegenüber dieser Webseite von tiefem Vertrauen durchdrungen sein. Es wird auch immer wieder gehässige, unwissende Menschen geben; es ist zu erwarten, dass man sich mit ihnen auseinandersetzt. Solche Auseinandersetzungen finden auch im Eueren Leben statt. Ohne sie geht es nicht. Nur durch Überwindung des Widerstandes, der Verzweiflung und durch Überwindung seiner selbst erfolgen Reinigung und Fortbewegung. Ich sehe viele ähnliche Informationen durch, Informationsblöcke, mit denen die Menschen versuchen, sich darzustellen. Doch sie erweisen sich als ziemlich minimale, ungenügende Bruchteile der Information und neben den Körnchen WAHRHEIT stiften sie sattsam Verwirrung, Durcheinander und Informationschaos. Sagen wir so: Mit dem theosophischen Wissen sieht es sehr schlecht aus. Es gibt überhaupt kein neues Wissen, aus welchem Grund auch immer. Nicht alle, die über die Fähigkeit zum Hellhören verfügen, nehmen die Verpflichtung auf sich, Träger der ersten Information zu sein, leider weder der ersten noch der zweiten und der dritten Information. Und dann vergessen sie überhaupt, worüber sie heute sprechen wollen, mit wem und wozu. Deshalb ist eine gewisse Zurückgebliebenheit der Information zu beobachten: Es gibt keine soliden, bedeutenden, gewichtigen Projekte, mit denen man arbeiten könnte und arbeiten sollte. Aus diesem Grund ist die Webseite, die Ihr mit dem MEISTER M. gerade besprochen habt [siehe den Text des MEISTERS Maitreya vom 05.12.2006 – Anmerkung der Übersetzerin], nach meinem Begriff keine einfache Sache. Ohne Zweifel: Es ist vonnöten, die Webseite fertigzustellen und weiterzuentwickeln. Von den Menschen, die solche Information brauchen, wird sie geachtet. Von den Menschen, mit denen Euch bevorsteht, in naher Zukunft zu tun zu haben, wird sie gebraucht. Von denjenigen, die das elementare Wissen über das HÖHERE benötigen, wird sie auch gebraucht. Um dieses Wissen erlangen zu können, muss man sich mit dem heutigen Tag, mit den heutigen Problemen besser auseinandersetzen. Andernfalls versinken wir wieder einmal in den Projektionen des Altertums. Das Altertum ist auch eine Realität, aber die Realität längst vergangener Jahre. Muss man all das wieder hervorholen, wenn das neue 21. Jahrhundert bereits vor der Tür steht und alle unsere Gedanken in die Zukunft gerichtet sind? Doch wir sehen nur die Vergangenheit und wollen uns nicht einmal für einen Augenblick davon trennen. Darin sehen wir den feinen Sinn des SEINS, der uns mit den uralten Stämmen, mit den Veden verbindet. Dorthin rennen wir mit geschlossenen Augen und Ohren und vernichten auf diesem Weg alles, und zwar infolge der eigenen Hilflosigkeit gegenüber dem morgigen Tag, unwissend, was uns an diesem Tag erwartet. Ob wir uns in diesem Prozess zwischen dem Vergangenen, dem Gegenwärtigen und dem Zukünftigen führen lassen werden? Dies erinnert mich an eine Gruppe blinder Kätzchen, die weder zeitlich noch räumlich orientiert sind und mit geschlossenen Augen auseinander kriechen. Scheinbar sind sie alle zusammen, doch sie sind vereinzelt. Denn jedes von ihnen lebt nur davon, was es selbst empfindet, dabei sieht es nichts und hört nicht genau, wohin und wie es sich wirklich bewegen soll. Daraus folgt: Wir sind nicht in der Lage, die Bewegung von all jenen Menschen zu begreifen, die gar nicht danach streben, sich in die erforderliche, für sie erkennbare Richtung zu begeben, das heisst, es geschieht noch immer instinktiv als Resultat von Versuchen und Fehlern. Das Sich-Führen-Lassen bedeutet, auch von oben gehört und erkennbar zu werden. Das bedeutet, nach oben, nach vorn zu streben, in die notwendige, die richtige Richtung, ohne sich dabei zu schonen, und vorn nur das LICHT zu sehen, zu diesem LICHT zu gelangen und in ihm zu bleiben, sich nur nach vorn zu bewegen, und zwar ohne zu ermüden, ohne anzuhalten. All das bedeutet, sich führen zu lassen. Ist es wirklich so, dass dieses Sich-Führen-Lassen jene GÖTTLICHE Kraft ist, die nicht alle besitzen? Ja, es ist so. Man muss es verdienen und dazu bereit sein, sich führen zu lassen. Und wenn keine eigene Kraft des Willens und des GEISTES vorhanden ist, könnt Ihr nur darauf hoffen, dass dieses Sich-Führen-Lassen das Heim Euerer Seele möglicherweise besucht und für die Keime der Glückseligkeit, der Weisheit, des Sehens, des Verstehens Kraft spendet. Ihr braucht nicht zu befürchten, dass alle irgendwann eine gemeinsame Meinung haben werden. Man muss wachsam, demütig sein und mit Demut all das aufnehmen, was Euere Postulate zerstören kann, und zwar allein deshalb, um später jene neuen Postulate auf diesem Platz zu errichten, die realistischer, schöpferischer, von größerer Richtigkeit sein werden. Das bedeutet: Euere Arbeit ist eine Kette von Prozessen der Umgestaltung, die einander bedingen und die sich nacheinander ablösen, damit all diese Prozesse der Umgestaltung nicht ohne Führung bleiben. In dem Sinn ist das Sich-Führen-Lassen einfach notwendig, denn allein mit seiner Hilfe ist es möglich, das Eine aus Ruinen wiederherzustellen, das Andere zu bezweifeln und das Dritte umzugestalten. Es gibt immer einen Plan des Sich-Führen-Lassens. Das heisst: Nur ein geführter Mensch ist in die notwendige Richtung, richtig bestrebt, trägt die WAHRHEIT der Erkenntnis und nimmt sie so an, wie sie in Wirklichkeit ist, und zwar ohne Illusionen, ohne Beschönigungen, ohne Erdichtungen. Es ist nötig, ein realistischer Mensch zu sein, der allen und besonders sich selbst hilft im Vorankommen, im Sehen und im Verstehen all dessen, was morgen geschehen wird und nicht heute bzw. gestern bereits geschah. Man darf sich nicht in der Vergangenheit verlieren. Die Vergangenheit ist kein Wert im Vergleich zu meinen Werken, mit denen ich den größeren Teil meines Lebens verbrachte. Ich habe gearbeitet und nur an das Wichtigste gedacht, nur an das Künftige, nur an das Morgige. Nur das hat mitgeholfen, aus dem herauszukommen, was mich eingeholt hatte: menschliche Lüge, Enttäuschung, Schmerz, Trauer, Ärger. Sie waren nicht gerade die besten Begleiter meines Lebens. Ich werde Euch noch mehr Dinge nennen, worauf Ihr auf Euerem Weg stoßen könnt. Meine Arbeit bestand darin, die Grundlagen des alten Wissens an den Menschen zu bringen. Weder Veden noch Upanishaden sind schuld, sie erweisen sich einfach als das Wissen, gesammelt im Laufe der Zeit. Als mein Gewissen mit der ganzen Kraft der Vernunft erwachte, als ich verstand, als es mir bewusst wurde und ich gleichzeitig das Gefühl hatte, dass ich all das den Menschen geben und damit die mentalen Prozesse der Menschheit umgestalten muss, kann und soll, konnte ich es nicht, dieses Wissen, wenn auch kärgliches Wissen, nicht an die Menschen bringen. Es ist nicht wahr, dass der ganze, der sakrale, der okkulte Sinn des SEINS in einer einzigen Abhandlung bzw. in einem Testament hätte geschrieben werden können. Es ist nicht wahr. Es ist die Lüge, gegen die ich bereits in der Inkarnation habe kämpfen müssen. Derartige Behauptungen haben keinen Sinn, sie sind nicht richtig. Es ist auch eine Lüge, dass ich einen verborgenen, geheimen Sinn, die Weisheit aller Jahrhunderte, für die wir den ersten Menschen zu Dank verpflichtet sind, hätte an den Tag bringen wollen. Wie sehr wir auch wollen, dass wir alles wissen, die WAHRHEIT kommt allmählich. Sie kann nicht auf einmal und gleichzeitig für alle so eröffnet werden, wie es viele gern haben möchten. Gerade dadurch war meine Enttäuschung zu Lebzeiten bedingt; in allen um mich herum wurde Unwahrheit gesehen. Dessenungeachtet trug ich die Gedankenformen der MEISTER und brachte sie an die Menschen. Es ist nicht mein Verdienst, dass ich für die Durchführung dieser Arbeit vorbestimmt wurde. Mein Verdienst besteht allein darin, dass es mir gelang, diese Arbeit zu vollbringen, und zwar mit der Anstrengung meines Willens, mit der ich zu arbeiten vermochte. Es wäre noch besser gewesen, wenn ich den ganzen Sinn des morgigen Tages hätte begreifen können, wenn ich hätte erkennen, spüren, sehen können, wie all das in der Zukunft verwendet werden würde. Doch ich erahnte es nicht und selbstverständliche Dinge sind mir entgangen. Ich war zwar von der Weisheit der Jahrtausende durchdrungen, aber ich sah den gestrigen, nicht den morgigen Tag. Daraus entstand jener Schmerz, auf den ich in meinem Leben stieß: absolutes Unverständnis und ausbleibendes gutes Verhältnis zu mir, ausbleibende Annahme von allem, was ich bewirkte, und ausbleibende Teilnahme an meinen Taten. Dies ist ein Schmerz, der in mir bleibt: Ich habe die Zeit getrennt, ich habe das SEIN aufgeteilt, und zwar in eine Zeit vor mir, vor Blavatsky und eine Zeit danach.
Doch es ist alles nicht so einfach, wie es einigen vorkommt. Es gibt Dinge, die nicht in der Macht des Menschen stehen, zum Beispiel, das Wissen der MEISTER. Es gibt auch die KOSMISCHE VERNUNFT. – Diese WEISHEIT ist niemandem untertan. Es ist nicht möglich, für alles Rahmenbedingungen festzusetzen, alles in bestimmte Grenzen zu pressen, denn daraus folgt nichts anders als Leere. – Das ist nicht richtig. Solche Vorstellungen sind falsch. Es gibt keine Rahmen, es gibt keine Grenzen. Es gibt die WEISHEIT, die den ganzen Raum von Anfang bis zu Ende erfüllt. Aber es gibt keinen Anfang und kein Ende. Darin besteht die hauptsächliche Weisheit. Derjenige, der den Akzent dieser Vorstellung künftig verstärken wird, wird die Welten mit dem Verstand erfassen und über die Grenzen des Möglichen gehen, um das Unbegreifbare und das Unmögliche verstehen zu können. Dahin, allein dahin soll man heute streben und sich selbst die Chance zu geben, aktiver Aufklärer in der Welt des Wissens zu sein und nicht am Programm der Vergangenheit, sondern am Programm der Zukunft aktiv mitzuwirken.
Ich konnte nicht mehr geben als die MEISTER mir gegeben haben. In diesem Sinn war ich wehrlos vor ihnen, denn ich habe allein ihren WILLEN erfüllt und ihr WISSEN, das HÖHERE Wissen, erhalten. Ich habe keine Anerkennung erfahren in der Welt. Meine Werke sind unverstanden geblieben. Viele Gemüter der Menschheit quälen sich noch immer, und zwar vergeblich, in der Bemühung, aus meinen Werken mehr zu erfahren als ich dort schrieb. Ja, die Erkenntnis der Geheimnisse wird ewig fortwirken, dafür wird es weder Grenzen noch Rahmen geben, und zwar niemals! Denn die WAHHEIT ist eins. Doch man muss dies nicht hervorheben. Man darf auch nicht vergessen, dass die Zukunft in sich nicht weniger Geheimnisse und nicht weniger Wissen enthält. – Sie zu erkennen, steht nicht mir, sondern den Menschen bevor. Heute befinde ich mich in einer sehr absurden Situation: Über mich wird geredet, man hat Furcht vor mir, ich werde nicht verstanden, ich werde in den Staub getreten, gelobt, beschimpft. Doch all das hindert mich nicht in meinen Plänen voranzukommen. Ich bin doch auch ein SCHÜLER, bleibe es noch immer, werde es auch weiter bleiben, und zwar bis der PLAN der Erkenntnis der WAHRHEITEN existiert. Ich weiß, dass meine Schüler mir nicht mehr folgen. Bailey, Besant – sie sind in der Vergangenheit geblieben. Solange ich nicht in der Verkörperung existiere, schöpfe ich, konkretisiere, führe, lenke, helfe, verbinde meine Gleichgesinnten, meine Mitkämpfer. – Das ist meine Arbeit. Diese Arbeit führe ich hier, auf den PLÄNEN der HIERARCHIE durch; ich lerne und lehre gleichzeitig. Euere Generation, die sich im Augenblick in der Inkarnation befindet, trägt die ganze Last dieser Arbeit der HIERARCHIE und braucht jetzt diese Etappe des Vorankommens zu den neuen Ufern des WISSENS, zur Erkenntnis und zur Transformation der WEISHEIT von VEDEN. Das Wissen der gegenwärtigen Epoche, die Richtungen und das Vorankommen des PROGRAMMS offenbaren sich jeden Tag mehr. Das WISSEN der Menschheit reicht nicht aus, um die Welt mit anderen Augen, mit schöpferischem, für das gegenseitige Verstehen geöffneten Blick sehen zu können. Dadurch fehlt Übereinstimmung zwischen den Gedankenformen und Taten. Die Wichtigkeit des Augenblickes geht verloren. In welcher Tiefe seelischer Kräfte werden die Menschen Antworten auf die gestellten Fragen und Aufgaben finden? In der Tiefe seelischer Strudel werden sie diese gewiss nicht finden. Deshalb ist es gar nicht nötig, so tief zu sinken, um Unklarheiten, Kurven, Wendungen und Gefahren zu vermeiden. Mögen wir in der Projektion des LICHTES uns aufhalten, wachsam bleiben und diese Grenze nicht überschreiten. Unter dem Sich-Führen-Lassen wird eben gemeint, sich von diesen niedrigen Plänen fernzuhalten, sie zu schließen und sich vor ihnen zu verbergen, um nicht in Versuchung zu geraten. Denn es wird angenommen, dass niedrige Qualitäten der Persönlichkeit wie auch Überflüssiges aus der Sicht des HÖHEREN in uns vorhanden sind. Der wahre SCHÜLER ist stets regsam, frohen Mutes und strebt nach vorn, denn er ist geführt, erkannt, gehört, furchtlos, er hat die Zukunft vor sich. GLAUBE, HOFFNUNG und LIEBE zum HÖHEREN – das ist die vollkommene Triade für denjenigen, der den PFAD der WAHRHEIT und der GÜTE betritt. Ich sage es in erster Linie für Euch. Wir werden mehrmals darüber sprechen.
– Meister, Evgeny vom Forum www.chelas.org fragt:
TAV, teilen Sie bitte Ihrem MEISTER die Frage mit. Glauben Sie mir, ich weiß die Antwort nicht.
Frage: Was ist das, bzw. wer sind die Geschöpfe Arvaksrotas (Arvâksrotas)?
Das ist etwas, was mit der Schöpfung bzw. mit der Schöpfung des Menschen zu tun hat. Frau Blavatsky „hat vergessen“ (oder wollte es nicht), dazu eine Erklärung zu geben. Es spielt für mich keine Rolle, wer von Ihren MEISTERN die Frage beantwortet (es wäre gut, wenn HPB selbst antworten würde). Sie können die Frage in meinem oder in einem anderen bzw. in Ihrem Namen stellen. Entschuldigen Sie, ich habe leider nicht genug Zeit, um Ihre Webseite zu lesen. Ich danke Ihnen im Voraus.
Warum passt ihm das nicht, was in der „Geheimlehre“ geschrieben steht? Vielleicht hat er eine schlechte Übersetzung?
Übersetzung aus dem Russischen: © Ludmilla Mendelewa 2006
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