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Copyright © 2003 Tarasov A.V., Tarasova D.A.
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1. Frage: Wozu schützen wir?
Der Begriff Biosphäre beinhaltet die Gesamtheit der vielfältigen Vorstellungen über die Natur. Der Mensch als Teil der Natur ist gleichzeitig Teil der Biosphäre. Außerdem: Als denkendes Wesen wirkt er mit allen seinen Tätigkeiten auf die Biosphäre ein. Bedauerlicherweise sind die Ergebnisse seiner so genannten bewussten Tätigkeit in den letzten 150 Jahren beklagenswert. Die Biosphäre der Erde befindet sich in einer ökologischen Krise. Der Mensch stößt an die Grenze seiner Überlebenskraft: Hinter dem äußeren Wohlstand in den hoch entwickelten Ländern Europas, Amerikas und Asiens verstecken sich ein Wachstum schwerer Krankheiten und eine erhöhte Todesrate unter der Bevölkerung. Die menschliche Evolution, die nun schon Millionen von Jahren dauert, ist in den letzten 10 bis 20 Jahren stark mit der wissenschaftlich-technischen Entwicklung verbunden:
Alter des Universums ~20. 000. 000. 000 Jahre Alter unserer Galaxie ~11. 000. 000. 000 Jahre Alter der Erde ~ 5. 000. 000. 000 Jahre Alter der Biosphäre ~ 4. 000. 000. 000 Jahre Alter des Menschen (aufrechter Gang) ~ 3. 000. 000 Jahre Alter der ersten fixierten Information ~ 20. 000 Jahre Dauer des wissenschaftlich-technischen Fortschrittes ~ 150 Jahre
Der Mensch lebt und entwickelt sich in der Natur, also unter natürlichen Bedingungen. Hinzu kommen bestimmte anthropologische Einflüsse, mit denen er in seiner bisherigen Entwicklung nie konfrontiert war und in Bezug auf sie noch keine Adaptionsfähigkeit entwickeln konnte. So sind im Laufe der Zeit die starken anthropologischen Einflüsse auf den menschlichen Organismus bedrohlich geworden. Unter dem Einfluss sehr starker und stets wechselnder Reizfaktoren, hat der menschliche Organismus aufgehört, auf schwache Reize zu reagieren. Die Grenze seiner Empfindlichkeit ist stark herabgesetzt. In der Folge reagiert der Mensch nur auf starke Reizfaktoren. Dies hat zur Senkung seiner Widerstandsfähigkeit beigetragen. Im Jahre 1936 hat der kanadische Wissenschaftler Hans Selye festgestellt, dass im menschlichen Organismus, und zwar als Reaktion auf die Wirkung qualitativ verschiedener, jedoch starker und nicht adäquater Reizfaktoren, bestimmte, immer wiederkehrende Veränderungen entstehen. Diese Reaktion des menschlichen Organismus wurde Stress genannt: 1. Nebennieren-Unterfunktion und Störungen im Hormonhaushalt, 2. Immunschwäche, 3. blühende Magen- und Zwölffingerdarm-Geschwüre.
Das sind die Folgen einer beliebigen Stresssituation auf den menschlichen Organismus. Für derartigen Stress ist eine stark ausgeprägte asynchrone Funktion aller Untersysteme auf allen Hierarchieebenen des menschlichen Organismus charakteristisch. Der biologische Sinn einer solchen Reaktion des Organismus auf eine Stresssituation besteht darin, das Leben um jeden Preis zu erhalten. Dieser Preis übersteigt oft den gesunden menschlichen Verstand. Zu den Stressfaktoren zählen nicht nur psychisch-emotionale Einflüsse, sondern auch steigerndes Lebenstempo, ständig wachsender Informationskonsum, ökologisch bedingte Risikofaktoren sowie verschiedene anthropogene Strahlungen, deren Intensität für den Menschen zu hoch ist. Bedauerlicherweise befinden sich immer mehr Menschen im Stress. Ein Zuwachs an Krebsleiden, Herz- und Kreislauferkrankungen, Immunschwäche und Nervenkrankheiten sind logische Folge davon. Man spricht zunehmend über chronischen Stress, dazu gehören die erhöhte Müdigkeit, Reizbarkeit, Zerstreutheit, ständige Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Gedächtnisstörungen sowie rasche Zu- und Abnahme des Gewichtes. Daher sind eine massive Senkung des allgemeinen Gesundheitszustandes der Bevölkerung und gleichzeitig ein Wachstum so genannter Zivilisationskrankheiten zu beobachten. Der Mensch kann nur dann gesund leben, wenn er sein Verhältnis zu Natur, Umwelt und Gesellschaft harmonisch gestaltet. Eine Stresssituation ist Beispiel für ein „Durcheinander“ im komplizierten biologischen System. In einer solchen Stresssituation werden Prozesse der Selbstregulierung und Selbstorganisation durch Prozesse der Deregulierung und Desorganisation ersetzt. Wenn der Stress chronisch wird, vertiefen sich Deregulierung und Desorganisation bis das Gesamtsystem zusammenbricht.
Auf Grund zunehmender elektromagnetischer Umweltverschmutzungen in der letzten Zeit nennt man die ökologische Situation Stress bewirkend (stressogen). Massenweise dringen aus der Umwelt unkontrolliert elektromagnetische Strahlungen verschiedener Frequenz in den menschlichen Organismus ein. Sie verursachen Informationsstörungen und erhebliche Veränderungen im menschlichen Organismus, und zwar auch dann, wenn ihre Intensität gering ist. Der menschliche Organismus reagiert auf starke Störungen unterschiedlicher Qualität mit einer allgemeinen Spannungsreaktion – Stressreaktion genannt.
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